Von Zeit zu Zeit
Ich hab mal wieder gehockt und gereimt bis in die späte Nacht
zwischen Reimblock und kein Bock meilenweit Grätsche gemacht
danach leg’ ich geschmeidig die Beine auf die Meßlatte
warum bei dem bischen Leben eigentlich so’n Stress machen
jeder Jeck pflegt seinen Weg, und lebt so seinen Glauben
ich überleg was geht so im Jahr 10 nach 2000
von fern gesehn erscheint die schöne Scheinwelt fast unendlich,
zum Glück bleibt ein hinreichendes Feld für was Menschliches
ich geh am Mic nich über Leichen, ich will Frischfleisch
und das ihr alle die nächsten Zeilen mitschreibt
Von Zeit zu Zeit kriegt die Welt an sich nen kleinen Knick
was bleibt weiss man nich und über Geschmack streit ich mich nich
ob leben oder schreiben, man muss das Blatt wenden beizeiten
und wenn’s doch nich reicht auf Tisch und Wänden weiterschreiben
Von Zeit zu Zeit kriegt die Welt an sich nen kleinen knick
entscheids für dich und halt dabei das andererseits im Blick
wenn du einerseits schreibst sei auch bereit das Blatt zu drehen
manchmal schwer zu erklären, aber einfach zu verstehen
verständlich ist, das sich die Szenerie wandelt
und so ist Hiphop inzwischen ähnlich wie das Leben im ganzen
es gibt nette Kollegen die streben nach Poem und Vibe
und fette Proleten treten am Mic Schwanzprobleme breit
so lang es fair bleibt wie man es bei Wettstreiten handhabt
begrüß ich jede der beiden Parteien mit Handschlag
denn bis zum rappen ohne Stress ist es ein schleppender Prozess
solang man Schwachmaten und Flachspaten in dieselben Betten lässt
da es sich zuletzt nur darum dreht ob es fett ist
kann man sich in die Haare schmieren ob es nun tatsächlich Rap ist
Von Zeit zu Zeit …